01Erste Schritte
Rytme ist ein Trainer für Rhythmus-Lesen und Timing: Du liest einen notierten Rhythmus, tippst ihn im Takt auf eine Fläche — und siehst millisekundengenau, wo du triffst und wo du abweichst. Die App läuft im Querformat und komplett offline.
Beim allerersten Start begrüßen dich zwei Karten:
- Willkommen — die Idee in zwei Sätzen: Rhythmus lesen, im Takt tippen, ehrliches Feedback. Acht Kapitel bauen aufeinander auf; es gibt keinen Streak-Zwang, du wiederholst, so oft du willst.
- Einmal kalibrieren? — ein Angebot, den Geräteversatz zu messen (typisch 40–50 ms), damit er nicht als deine eigene Tendenz erscheint. Die Messung dauert etwa eine halbe Minute. Später ist völlig okay: Üben geht sofort auch ohne Kalibrierung, und du kannst sie jederzeit in den Einstellungen nachholen (Kapitel 09).
02Die Startseite
Oben führen fünf Knöpfe in die Bereiche Dein Weg, Wettbewerb, Mehrstimmig, Suchen und Einstellungen. Wettbewerb und Mehrstimmig tragen anfangs ein Schloss — beide öffnen sich, sobald du Kapitel 3 erreicht hast. Darunter zeigt die Startseite deinen Stand:
Dein Level (Bronze bis Diamant)
Die Karte DEIN LEVEL zeigt dein Spieler-Level mit Fortschrittsbalken zum nächsten. Die Stufen — Bronze, Silber, Gold, Diamant — hängen allein davon ab, welche einstimmigen Rhythmen du bestanden hast; die genauen Regeln stehen unter Bestehen & Level. Ein Tipp auf die Karte öffnet die Erklärung in der App.
Fleiß-Spiegel
Unten auf der Level-Karte stehen Übungszeit, Übungstage und Heute — eine ruhige Rückschau auf deinen Fleiß. Gezählt wird nur die Zeit, in der der Üben-Loop wirklich läuft. Es gibt bewusst kein Tagesziel und keine Serie, die reißen kann.
Deine Konstanz
Die Karte DEINE KONSTANZ zeigt als Zahl und Kurve, wie eng deine Taps um das Raster streuen — pro Übungstag, über die letzten 30 Übungstage, weniger ist besser. Die Konstanz ist vom systematischen Zu-früh/Zu-spät (der Tendenz) unabhängig und damit das ehrlichste Maß für dein Rhythmusgefühl. Die Kurve erscheint, sobald du an mindestens zwei Tagen geübt hast.
Weiter üben
Die große Karte rechts ist ein Panel mit zwei Ansichten, umschaltbar über die beiden Chips in der Kopfzeile:
- Nächster Rhythmus — springt direkt in den nächsten offenen Schlüssel-Rhythmus deines aktuellen Kapitels (sind alle Schlüssel-Rhythmen bestanden, in den nächsten offenen des Kapitels). Mit Kapitel, Taktart, Zieltempo und Notationsvorschau. Ein Tipp, und du bist im Player.
- Angefangene mehrstimmige Rhythmen · N — das Regal der mehrstimmigen Rhythmen, bei denen ein Zwischenstand liegt, der zuletzt angefangene oben. Jede Zeile nennt Stimme 2 von 3, die didaktische Stufe und wann du zuletzt daran warst (heute, gestern, vor 5 Tagen).
03Dein Weg
Dein Weg ist die Landkarte der App: 8 Kapitel vom festen Puls bis zum Zwei-Pad-Sticking, zusammen 138 einstimmige Rhythmen. Jede Kapitelzeile zeigt Name, Konzept, eine Mini-Notation als Kostprobe und zwei Zähler: Schlüssel x / y und Gesamt x / y.
Schlüssel-Rhythmen und freie Vertiefung
In jedem Kapitel ist eine kleine, kuratierte Teilmenge als Schlüssel-Rhythmus markiert (Schlüssel-Symbol neben dem Titel). Nur sie zählen für die Freischaltung: Bestehst du alle Schlüssel-Rhythmen eines Kapitels mindestens auf Anfänger, öffnet das nächste Kapitel. Alle übrigen Rhythmen sind freie Vertiefung — sie blockieren nichts, zählen aber für dein Level.
- Innerhalb eines freigeschalteten Kapitels wählst du frei; nichts muss der Reihe nach gespielt werden.
- Gesperrte Kapitel bleiben sichtbar (gedimmt mit Schloss); ein Tipp erklärt, was sie öffnet.
- Ein grünes Häkchen bedeutet: alle Schlüssel-Rhythmen des Kapitels sind bestanden.
Die acht Kapitel
| Kapitel | Inhalt | Rhythmen (davon Schlüssel) |
|---|---|---|
| 1 · Grundpuls | Viertel · 4/4 · ein Pad | 6 (3) |
| 2 · Achtel | Achtel & Balken | 12 (5) |
| 3 · Pausen | Viertel- & Achtelpausen | 17 (5) |
| 4 · Sechzehntel | 16tel & Doppelbalken | 20 (6) |
| 5 · Punktierung & Synkopen | Punktierte Achtel, Haltebögen, Off-Beats | 18 (7) |
| 6 · Triolen | Achtel-, dann Sechzehntel-Triolen | 20 (8) |
| 7 · Taktarten | 3/4, 5/4, 5/8, 6/8, 7/8 mit Gruppierung | 23 (10) |
| 8 · Zwei Pads / Sticking | Wechselschlag & R/L unter den Noten | 22 (8) |
In der Kapitel-Ansicht zeigt jede Rhythmus-Zeile Position, Titel (Schlüssel-Symbol, wenn Schlüssel-Rhythmus), Taktart und Zieltempo, die Notationsvorschau, den Status — grünes Häkchen plus erreichte Genauigkeits-Stufe, wenn bestanden — und das Favoriten-Herz. Sterne gibt es bewusst keine.
04Der Rhythmus-Player
Der Player ist der Kern der App. Ein einstimmiger Rhythmus ist genau ein Takt, der als Loop läuft — oben die Notation mit Zählzahlen, unten die Tippfläche und die Bedienleiste. Für die mehrstimmigen Rhythmen gilt alles aus diesem Kapitel ebenso; was dort zusätzlich passiert, steht unter Mehrstimmige Rhythmen.
Hören und Üben
- ♪ Hören spielt den notierten Rhythmus als Klick-Loop vor — mit mitlaufendem Marker, ohne Wertung. So prüfst du, ob du das Notenbild richtig verstanden hast.
- ▶ Üben startet den Übungs-Loop: Du tippst die notierten Noten im Takt auf die Tippfläche. Auf Wunsch zählt ein Takt Einzähler vor (Einstellungen).
Die Tippfläche
Die große Pille unter der Notation ist deine Trommel. Wo du tippst, ist egal — gewertet wird allein wann. Mit den Pfeilen ‹ › daneben wechselst du zum vorherigen/nächsten Rhythmus des Kapitels.
In Kapitel 8 erscheinen automatisch zwei Tippflächen mit L und R: Die Notation schreibt dir die Hand vor (Wechselschlag/Sticking). Ein Treffer mit der falschen Hand wird eigens markiert — und macht den Loop unsauber. Zwei Zonen gibt es auch bei den mehrstimmigen Rhythmen, dort aber für zwei Anschlagarten desselben Instruments statt für zwei Hände (Kapitel 05).
Genauigkeit — drei Stufen
| Stufe | Fenster | Gedacht für |
|---|---|---|
| Anfänger | ±80 ms | Erst mal sicher durchkommen |
| Fortgeschritten | ±50 ms | Sauber und verlässlich treffen |
| Perfektionist | ±25 ms | Meisterschaft |
Die Stufe wählst du jederzeit im Chip Genauigkeit. Die Fenster sind feste Millisekunden-Werte, unabhängig vom Tempo. Ein Stufenwechsel setzt die laufende Serie zurück. Pro Rhythmus merkt sich Rytme die höchste bestandene Stufe.
Zählen, Tempo, Serie
- Zählen schaltet den Begleit-Klick zwischen Hauptschlägen (Puls) und Unterteilung (feineres Raster) um.
- Tempo reicht von etwa dem halben Zieltempo (mindestens 40 BPM) bis zum Zieltempo. Bestehen zählt nur am Zieltempo — langsamer ist ausdrücklich erlaubt und heißt dann Übe-Tempo (amber): volles Feedback, keine Wertung. Das Ziel-Tempo folgt dem Notenbild, nicht einer Schwierigkeits-Note: Es deckelt die dichteste Stelle auf eine spielbare Anschlagsrate — gleiche Unterteilung heißt deshalb gleiches Tempo, damit sich eine stabile innere Referenz bildet (im Katalog 70–120 BPM).
- Serie sind die drei Kreise: Jeder gefüllte Kreis ist ein sauberer Loop in Folge, drei in Folge = bestanden (Details). Ein unsauberer Loop leert die Kreise — der Loop läuft einfach weiter, Versuche sind unbegrenzt.
Das Feedback
- Tendenz-Waage (über der Notation): zeigt live, ob du im Schnitt früh ◀ / ▶ spät liegst — mit Urteil wie ✓ im Takt oder 12 ms zu früh.
- Pro-Note-Marker: Jeder Notenkopf färbt sich nach deinem Tap — blau = zu früh, grün = im Fenster, rot = zu spät, orange = falsche Hand (Kapitel 8), grau = verpasst.
- Kurz-Diagnose: fasst deine Konstanz zusammen („sehr gleichmäßig" unter ±20 ms, „recht gleichmäßig" unter ±35 ms, sonst „noch wackelig") und nennt die auffälligste Note — etwa „Achte auf die 3. Note — sie kommt später als der Rest."
- Versatz je Note (optional): blendet die ms-Abweichung deines letzten Taps unter der Note ein — nur bei zu früh/zu spät oder für alle Noten (Einstellungen).
Bestanden — und was sich dadurch öffnet
Sobald der dritte saubere Loop steht, feiert die App kurz: rund zwei Sekunden lang steigen Sterne hinter der Notation auf, dazu ✓ Geschafft!. Das Üben läuft dabei weiter.
Hat dieser Rhythmus mehr bewirkt als sich selbst, folgt danach eine Karte — nacheinander, nie über die Feier gelegt, damit man nicht beides halb sieht:
- Kapitel geschafft. Waren das die letzten offenen Schlüssel-Rhythmen des Kapitels, nennt die Karte das Kapitel und listet darunter, was dadurch neu offen ist: das nächste Kapitel, der Wettbewerb, die mehrstimmigen Rhythmen. Jede Zeile hat einen Knopf, der direkt dorthin führt — du musst nichts suchen.
- Neues Level. Hat derselbe Rhythmus dich über eine Level-Schwelle gehoben, kommt anschließend eine zweite Karte mit der Medaille und dem Stand bis zum nächsten Level.
Solange eine Karte steht, pausiert das Üben — das Metronom läuft nicht hinter der Nachricht weiter. Weiter üben schließt sie und du bist zurück in der Übung. Springst du stattdessen über einen der Knöpfe weg, ist das Erreichte trotzdem verbucht.
05Mehrstimmige Rhythmen
Hinter dem Knopf Mehrstimmig liegt das zweite Regal: 84 mehrstimmige Rhythmen — Schlagzeug-Muster aus 2 bis 4 Stimmen über einen gemeinsamen Zyklus von einem oder zwei Takten. Du spielst sie Stimme für Stimme: Was du schon kannst, läuft als Playback weiter, während du die nächste Stimme dazulegst. Am Ende steht der komplette Groove — und du hast jede Stimme selbst getappt.
Das Regal öffnet sich mit Kapitel 3. Danach ist alles darin frei wählbar: Es ist ein Spielmodus, kein zweiter Lernweg, und nichts muss der Reihe nach gespielt werden.
Die acht didaktischen Stufen
Die Rhythmen sind in Stufen sortiert, die aufeinander aufbauen — jede mit Namen, Kurzbeschreibung und dem Zähler Geschafft x / y. Ein Tipp auf eine Stufe öffnet ihre Liste.
| Stufe | Worum es geht | Rhythmen |
|---|---|---|
| Grundbeat | Alle Stimmen auf dem Achtelraster, die Einsätze ergänzen sich | 10 |
| Puls & Off-Beat | Einsätze zwischen den Zählzeiten, eine Stimme hält den Puls | 10 |
| 16tel & Ghostnotes | Sechzehntel-Raster, dazu Einsätze fast ohne Betonung | 10 |
| Shuffle & Triolen-Feel | Die Zählzeit teilt sich in drei — aus dem Achtelpaar wird lang-kurz | 14 |
| Artikulation | Die zweite Anschlagart bildet ihr eigenes Muster gegen die erste | 10 |
| Akzentverschiebung | Akzentgruppen gegen den Takt — die Zählweise kippt, das Raster bleibt | 10 |
| Clave & Latin | Ein asymmetrisches Muster über zwei Takte gibt allen Stimmen den Halt | 10 |
| Polyrhythmik | Zwei Unterteilungen oder Metren gleichzeitig in einem Zyklus | 10 |
In der Liste einer Stufe zeigt jede Zeile Titel, Taktart mit Taktzahl und Zieltempo (z. B. 4/4 × 2 · 84 BPM), eine Vorschau aller Stimmen als Punktspuren, die erreichte Genauigkeits-Stufe und das Favoriten-Herz.
Der Ablauf im Player
- Anhören spielt den ganzen Rhythmus mit allen Stimmen vor — ohne Wertung. So weißt du, wohin die Reise geht.
- Erste Stimme tappen: Sie steht als große Notenzeile mit mitlaufendem Marker; darunter die Tippfläche. Gewertet wird wie im Rhythmus-Player — 3 saubere Loops in Folge, am Zieltempo, in der gewählten Genauigkeits-Stufe.
- Stimme geschafft: kurze Feier, ohne den Loop anzuhalten. Die Stimme wandert als Mini-Spur nach oben und ist ab der nächsten Runde als echtes Instrument hörbar. Die nächste Notenzeile erscheint sofort — ihre erste Runde ist Lese-/Hör-Loop, deine Taps zählen dort noch nicht.
- Alle Stimmen stehen: Der volle Groove läuft, große Feier, das Ergebnis wird gespeichert.
Der Klick läuft mit, solange noch getappt wird — und verstummt von selbst, sobald alle Stimmen stehen: Dann trägt der Groove sich selbst. Jede Mini-Spur hat einen Stummschalter; damit isolierst du einzelne Stimmen, auch beim Anhören.
Zwei Zonen: Artikulation statt Hand
Manche Stimmen tragen zwei Anschlagarten desselben Instruments. Dann teilt sich die Tippfläche in zwei Zonen, jede mit Klartext-Namen neben ihrem Notenkopf-Symbol:
- Hihat geschlossen / Hihat offen
- Snare Mitte / Snare Rimshot
- Ride Fläche / Ride Kuppe
In der Notation unterscheidet der Notenkopf die beiden Zonen. Anders als beim Sticking in Kapitel 8 geht es hier nicht um die Hand, sondern um den Klang — gewertet werden beide Zonen. Dazu kommen drei Akzentstufen: Ghost (eingeklammerter Kopf, fast unbetont), normal und Akzent (>), die man auch hört.
Die Instrumente im Katalog: Kick, Snare (mit Rimshot), Hihat (offen/geschlossen), Ride (Fläche/Kuppe), Clave, Cowbell, Shaker und zwei Toms.
Zwischenstand: du kannst jederzeit aufhören
Sobald du eine Stimme geschafft hast, merkt sich Rytme den Stand — je Genauigkeits-Stufe getrennt. Beim nächsten Öffnen geht es genau dort weiter, und alle angefangenen Rhythmen stehen auf der Startseite im Regal Angefangene mehrstimmige Rhythmen. Wechselst du die Genauigkeits-Stufe, beginnt diese Stufe mit ihrem eigenen Zwischenstand.
06Notation lesen
Rytme zeigt echte Notenschrift (gesetzt mit einem professionellen Notensatz-Font), reduziert auf das, was fürs Rhythmus-Lesen zählt: eine Zeile je Stimme, klare Balkengruppen. Einstimmige Rhythmen sind genau ein Takt; mehrstimmige laufen über einen oder zwei Takte, dann steht ein Taktstrich in der Zeile und die Taktart einmal vorn.
Das Lern-Gerüst
Unter dem Takt stehen Zählzahlen (1 2 3 4 …), feine Hilfslinien markieren die Schläge. Dieses Lern-Gerüst lässt sich in den Einstellungen abschalten, wenn du „nackt" lesen willst.
Was vorkommt
- Notenwerte von Ganzen bis Sechzehnteln, mit Balken und Doppelbalken gruppiert.
- Pausen (Viertel- und Achtelpausen ab Kapitel 3).
- Punktierung und Haltebögen (Kapitel 5) — der Haltebogen bindet zwei Noten zu einem Klang: nur der erste Kopf wird getippt.
- Triolen (Kapitel 6) — drei gleichmäßige Noten im Raum von zweien, mit Klammer und Ziffer 3.
- Taktarten 4/4, 3/4, 5/4, 5/8, 6/8 und 7/8 (Kapitel 7) — bei 7/8 zeigt die Balkengruppierung die Zählweise (z. B. 2+2+3).
- Sticking (Kapitel 8) — R/L bezeichnet die Hand; Akzente verlangen einen betonten Schlag.
- Zwei Anschlagarten (mehrstimmige Rhythmen) — der Notenkopf unterscheidet die beiden Zonen einer Stimme, etwa Hihat geschlossen gegen offen.
- Akzentstufen (mehrstimmige Rhythmen) — > über der Note für den Akzent, ein eingeklammerter Notenkopf für die fast unbetonte Ghost-Note.
Vor jedem Rhythmus siehst du das Notenbild in der Liste und im Player — mit ♪ Hören bzw. Anhören kannst du es jederzeit klingen lassen, bevor du wertend übst.
07Bestehen & Level
Was ist ein sauberer Loop?
Ein Loop (ein Durchlauf des Zyklus) zählt als sauber, wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind:
- Mindestens 85 % der Noten liegen im Fenster deiner gewählten Genauigkeits-Stufe,
- du bleibst im Fehl-Tap-Budget: höchstens 15 % überzählige Taps — bei kurzen Rhythmen (bis 6 Noten) ist das Budget null, jeder Extra-Tap disqualifiziert,
- bei zwei Zonen stimmt die Zuordnung — Sticking (keine falsche Hand) bzw. die richtige Anschlagart.
Bestanden ist ein Rhythmus nach 3 sauberen Loops in Folge — am Zieltempo, in der gewählten Stufe. Der Player zeigt dann dauerhaft ✓ bestanden · Stufe. Je Rhythmus zählt die höchste jemals bestandene Stufe; Meisterschaft heißt: auf Perfektionist (±25 ms) bestanden. Bei mehrstimmigen Rhythmen gilt dieselbe Regel je Stimme; geschafft ist der ganze Rhythmus, wenn alle Stimmen stehen.
Die Bewertungsfenster
| Urteil | Abweichung |
|---|---|
| Perfekt | bis ±25 ms |
| Gut | bis ±50 ms |
| OK | bis ±80 ms |
| Daneben | über ±80 ms |
Die Fenster sind feste ms-Werte — tempo-unabhängig. Bei schnellen Rhythmen rücken die Noten enger zusammen, das gleiche Fenster wird also musikalisch strenger. Gewertet wird immer die kalibrierte Abweichung: der gemessene Geräteversatz ist bereits abgezogen (Kalibrierung).
Die Spieler-Level
| Level | Bedingung |
|---|---|
| Bronze | 14 von 138 Rhythmen bestanden (ein Zehntel) |
| Silber | 46 von 138 (ein Drittel) |
| Gold | 92 von 138 (zwei Drittel) |
| Diamant | Alle 138 einstimmigen Rhythmen bestanden |
„Bestanden" heißt hier: mindestens auf Anfänger. Jeder bestandene Rhythmus zählt — ob Schlüssel-Rhythmus oder freie Vertiefung. Die Schlüssel-Rhythmen öffnen die Kapitel (Dein Weg), fürs Level wiegen sie aber nicht mehr als die anderen. Gezählt werden ausschließlich die einstimmigen Rhythmen — die mehrstimmigen sind ein Spielmodus und bleiben außen vor. Die Schwellen sind Anteile des Katalogs: kommen neue Rhythmen dazu, wachsen sie mit. Ein erreichtes Level ist dauerhaft — es wird nie zurückgestuft.
Den Aufstieg erfährst du im selben Moment, in dem er passiert: Der Player zeigt ihn direkt nach der Feier als eigene Karte (Der Rhythmus-Player). Weil nur die Veränderung gemeldet wird, hebt ein dauerhaft gehaltenes Level die Karte nicht erneut hervor.
Tendenz und Konstanz
Rytme unterscheidet zwei Dinge, die sich beim Üben ganz unterschiedlich anfühlen:
- Tendenz — du liegst systematisch früh oder spät. Das ist korrigierbar: oft steckt Geräte-Latenz dahinter (kalibrieren!), der Rest ist Gewohnheit.
- Konstanz — wie eng deine Taps streuen. Das ist das eigentliche Rhythmusgefühl und verbessert sich nur durch Übung. Genau diese Größe zeichnet die Kurve auf der Startseite auf — pro Übungstag, damit du echten Fortschritt siehst.
08Wettbewerb
Der Wettbewerb ist die Nagelprobe: 5 zufällig gezogene Rhythmen am Stück bestehen — auf voller Wertung (3 saubere Loops in Folge je Rhythmus) und am Zieltempo. Er öffnet, sobald du Kapitel 3 erreicht hast.
Die Regeln
- Gezogen wird aus deinen freigeschalteten Kapiteln ab Kapitel 2 (Kapitel 1 ist ausgenommen), fünf verschiedene einstimmige Rhythmen — mehrstimmige kommen im Wettbewerb nicht vor. Vor dem Start kannst du Neu ziehen.
- Im Lauf gibt es kein Vorhören, kein Tempo-Drosseln und kein Weiterblättern — nur du und die Notation.
- Die Genauigkeits-Stufe ist die zuletzt von dir gewählte Tipp-Genauigkeit und bleibt für den ganzen Lauf fest.
- Auch im Wettbewerb zählt jeder bestandene Rhythmus für Kapitel und Level. Der Lauf wird dafür aber nicht unterbrochen: Fällt unterwegs ein Kapitel-Tor oder erreichst du ein neues Level, steht die Nachricht am Ende auf dem Ergebnis-Schirm.
Schwierigkeit
Leicht, Mittel und Schwer steuern, aus welchen Kapiteln bevorzugt gezogen wird — leicht bevorzugt untere, schwer höhere, mittel streut breit um die Mitte deiner erreichten Kapitel. Es ist eine Bevorzugung, kein Ausschluss — und die Bewertungsstrenge ändert sich dadurch nicht.
Historie und Bestleistung
Jeder abgeschlossene Lauf landet in der Historie (lokal, die letzten 50): mit Datum, Grad, Stufe und Gesamtzeit — und je Rhythmus getrennt ausgewiesen: Verstehen (vom Erscheinen des Notenbilds bis zum ersten Üben-Start) und Spielen (bis zum Bestehen), dazu Tendenz, Konstanz, Loop-Zahl und die auffälligste Note. Die Bestleistung wird je Schwierigkeitsgrad geführt: höchste Stufe, bei Gleichstand kürzeste Zeit. Alles bleibt auf deinem Gerät — ein Online-Ranking gibt es nicht.
09Kalibrierung
Warum kalibrieren?
Jedes Gerät gibt den Klick mit Verzögerung aus und meldet deinen Tipp verzögert — zusammen typisch 40–50 ms. Ohne Abgleich sähe es so aus, als tipptest du systematisch daneben. Dieser konstante Versatz lässt sich einmal messen und wird dann von jeder Wertung abgezogen. (Was sich nicht wegrechnen lässt, ist Schwankung — deshalb Lautsprecher statt Bluetooth.)
Kalibrieren ist optional: Ohne Messung rechnet Rytme mit Versatz 0. Für Anfänger-Fenster (±80 ms) geht das gut; spätestens auf Perfektionist lohnt die Messung.
Der Weg: Off-Beat tippen
- Einstellungen → Kalibrierung → Off-Beat tippen.
- Die App bittet einmalig um die Mikrofon-Erlaubnis — das Mikrofon hört dabei nur den eigenen Lautsprecher-Klick und deinen Tipp.
- Ein Metronom klickt (Standard 80 BPM), ein lautloser Balken-Guide zeigt die Mitte zwischen zwei Klicks — das „und".
- Tippe genau auf dieses „und", etwa 8–12-mal, fest und gleichmäßig. Danach steht dein Versatz: Kalibriert: X ms.
Misslingt eine Messung (zu wackelig, zu wenige saubere Taps), wird nichts gespeichert — eine vorhandene Kalibrierung bleibt erhalten. Einfach wiederholen: fester und genauer aufs „und" tippen.
Alternativen
- Rhythmus nachspielen — drei kurze Hören-Nachspielen-Übungen statt Off-Beat-Tippen.
- Manuell einstellen — den Versatz von Hand setzen, z. B. für Bluetooth, wo die Mikrofon-Messung nicht funktioniert.
10Suche & Favoriten
Die Suchen-Lupe durchsucht beide Regale auf einmal — einstimmige und mehrstimmige Rhythmen. Freitext läuft über Titel und Konzept; „Synkope" findet also auch, was in der App als Off-Beat markiert ist.
Direkt sichtbar sind die Filter für Typ (Einstimmig / Mehrstimmig), Status (offen / bestanden / gesperrt) und Favoriten. Hinter mehr Filter liegen zwei weitere Achsen — die Zahl daneben verrät, wie viele davon gerade gesetzt sind:
- Konzept — die inhaltlichen Marken beider Kataloge: Grundpuls, Achtel, Sechzehntel, Triolen, Pausen, Punktierung, Off-Beat, Taktart & Gruppierung, Artikulation, Akzente, Polyrhythmik, Clave und Groove (das wiederkehrende Begleitmuster am Set — diese Marke tragen nur mehrstimmige Rhythmen).
- Taktart — 4/4, 3/4, 7/8 und die übrigen.
Jede Trefferzeile nennt ihren Typ, die Herkunft (Kapitel bei einstimmigen, die didaktische Stufe bei mehrstimmigen), Taktart samt Taktzahl und Zieltempo. Noch gesperrte Treffer bleiben sichtbar und tragen die Bedingung in der Zeile (frei nach Kap. 4); ein Tipp führt in das Kapitel, das sie öffnet. Zurücksetzen räumt alle Filter auf einmal ab.
Das Herz ♥ findest du im Player und in jeder Rhythmus-Zeile: Damit markierst du, was du regelmäßig wiederholen willst — aus beiden Regalen — und filterst es hier mit einem Tipp heraus.
11Einstellungen
Spielen
- Einzähler — ein Takt Vorzählen vor jedem Rhythmus.
- Lern-Gerüst — Zählzahlen und Hilfslinien in der Notation.
- Tendenz-Anzeige — Waage, Pro-Note-Marker und Kurz-Diagnose beim Üben.
- Versatz je Note — ms-Abweichung des letzten Taps unter der Note: Aus / Nur zu früh-spät / Alle Noten.
Kalibrierung
Status der Kalibrierung plus die drei Wege Off-Beat tippen, Rhythmus nachspielen und Manuell einstellen — Details unter Kalibrierung.
Sprache
System / Deutsch / English — wirkt sofort, ohne Neustart.
Diagnose / Entwickler
Drei Labore (Notations-Labor, Timing-Labor, Loopback-Labor) zum Messen und Prüfen von Notensatz und Gerätetiming. Sie gehören nicht zum Training — neugierige Blicke schaden aber nicht.
12Daten & Datenschutz
- Rytme hat keine Internet-Berechtigung — die App kann technisch nichts senden. Fortschritt, Favoriten, Historie und Kalibrierung liegen ausschließlich auf deinem Gerät.
- Kein Konto, kein Tracking, keine Werbung, keine In-App-Käufe.
- Die einzige optionale Berechtigung ist das Mikrofon — nur für die Loopback-Kalibrierung; das Signal wird flüchtig auf dem Gerät ausgewertet und nicht gespeichert.
- Rytme nutzt Androids eigenes automatisches Backup: Das System kann deine App-Daten (Fortschritt, Favoriten, Kalibrierung) in dein Google-Konto sichern und beim Neuinstallieren oder auf einem neuen Gerät zurückspielen. Das ist eine Funktion von Android, nicht von Rytme — sie lässt sich in den Android-Einstellungen unter Sicherung abschalten. Sonst gilt: Deinstallierst du die App, sind die lokalen Daten weg.
Die formale Datenschutzerklärung für die App findest du unter rytme.net/datenschutz-app — sie ist bewusst von der Erklärung für die Website getrennt.
13Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Rhythmus, Stimme und Groove?
Ein Rhythmus ist alles, was im Katalog steht: ein Zyklus mit einer oder mehreren Stimmen. Eine Stimme ist eine Notenzeile, die du am Stück tappst — bei den einstimmigen Rhythmen gibt es genau eine, bei den mehrstimmigen zwei bis vier. Groove ist seit dem Vokabular-Umbau kein Oberbegriff mehr, sondern eine Konzept-Marke in der Suche: das wiederkehrende Begleitmuster am Set, im Unterschied zur Studie.
Zählen mehrstimmige Rhythmen für mein Level?
Nein. Level, Kapitel-Tore und Wettbewerb hängen allein an den 138 einstimmigen Rhythmen aus Dein Weg. Die mehrstimmigen führen ihren eigenen Fortschritt je Stufe (Geschafft x / y).
Muss ich einen mehrstimmigen Rhythmus in einem Zug durchspielen?
Nein. Jede geschaffte Stimme wird gesichert — getrennt je Genauigkeits-Stufe. Beim nächsten Mal geht es dort weiter; angefangene Rhythmen findest du auf der Startseite unter Angefangene mehrstimmige Rhythmen.
Die App sagt „zu spät", aber ich fühle mich im Takt.
Sehr wahrscheinlich Geräte-Latenz: Klickausgabe und Touch-Meldung kosten zusammen typisch 40–50 ms. Einmal kalibrieren — danach zeigt die Tendenz-Waage dein echtes Timing.
Warum füllt sich meine Serie nicht?
Vier übliche Gründe: Du liegst unter 85 % Treffern in der gewählten Stufe; du hast zu viele Extra-Taps (bei kurzen Rhythmen disqualifiziert schon einer); du übst unterhalb des Zieltempos (amberfarbenes Übe-Tempo — Feedback ja, Wertung nein); oder du hast mitten im Lauf die Genauigkeits-Stufe gewechselt — das setzt die Serie zurück.
Kann ich mit Bluetooth-Kopfhörern üben?
Zum ernsthaften Üben: nein. Funk-Audio verzögert den Klick — und zwar schwankend, das lässt sich nicht herausrechnen. Der Player warnt dann. Nimm den Lautsprecher oder Kabel-Kopfhörer; für Funk kannst du den Versatz höchstens Manuell einstellen.
Verliere ich Fortschritt oder Level, wenn ich pausiere?
Nein. Es gibt keine Streaks, keine ablaufenden Ziele, und ein erreichtes Level wird nie zurückgestuft. Der Fleiß-Spiegel schaut nur zurück, er droht nicht.
Was bedeutet die Zahl „± N ms" auf der Startseite?
Deine Konstanz: wie eng deine Taps an dem jeweiligen Übungstag um das Raster streuten. Weniger ist besser — und der Verlauf über die Tage ist dein ehrlichster Fortschrittsmesser.
Ich habe aus Versehen doppelt getippt — alles kaputt?
Blitzschnelle Doppel-Tipps (unter ~60 ms auf derselben Zone) filtert die App als Prellen heraus. Ein echter Extra-Tap zählt ins Fehl-Tap-Budget — bei längeren Rhythmen ist ein Ausrutscher drin.